24-Jähriger muss nach Mord an 20-Jähriger lebenslang hinter Gitter
Stendal (ddp). Ein 24-jähriger Mann aus Sachsen-Anhalt muss wegen Mordes an seiner 20-jährigen Nachbarin lebenslang hinter Gitter. Das Landgericht Stendal habe es als erwiesen angesehen, dass der Mann vor einem Jahr das Mädchen aus Rietzel bei Burg vergewaltigt und danach zur Verdeckung dieser Tat ermordet hat, sagte ein Gerichtssprecher heute.
Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Die Nebenklage schloss sich der Forderung an. Die Verteidigung bat das Gericht zu prüfen, ob nicht Totschlag in Frage komme.
Der Angeklagte soll die Frau in der Nacht zum 11. Juni 2005 vergewaltigt und aus Angst vor Entdeckung der Straftat getötet haben. Die Leiche der 20-Jährigen wurde etwa zwei Wochen später in einem Angelgewässer rund sechs Kilometer von ihrem Heimatort entfernt gefunden.
Der 24-Jährige gab im Prozess zu, mit der 20-Jährigen Cannabis konsumiert und sie vergewaltigt zu haben. Er behauptete jedoch, dass er die junge Frau nicht habe töten wollen.
Der Mann war bereits im Dezember 2005 vom Landgericht Stendal wegen versuchter sexueller Nötigung und versuchter schwerer räuberischer Erpressung einer 60 Jahre alten Frau zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden und befindet sich in Haft.
13.07.2006

