Kinderschänder Ring: Milde Strafen
Grausame Fotos im Internet verbreitet / Drahtzieher müssen höchstens 30 Monate hinter Gitter
London (USS). Die Bilder trieben selbst den erfahrensten Ermittlern die Tränen in die Augen. Viele Monate hatte eine Sonderabteilung von Scotland Yard erschütternde Beweise gegen den größten Kinderp.r.ogr.f.e - Ring der Welt gesammelt, doch am Ende
stand eine schwere Enttäuschung:
Die Drahtzieher kamen beim Prozess in London mit
äußerst milden Strafen davon. Zwischen einem Jahr und 30 Monaten sollen die sieben Hauptangeklagten hinter Gitter, die ein elektronisches Pädophilien - Netz rund um den Globus gespannt hatten. Sechs Mitglieder begingen Selbstmord, darunter ein Professor.
Unter dem Decknamen "Wonderland" tauschten Männer in aller Welt per Internet abscheuliche Fotos sexueller Misshandlungen an Kindern aus.
Selbst die Vergewaltigung von Babys war kein Tabu. Wer Mitglied werden wollte, hatte nur eines zu erfüllen: 10 000 Bilder aus der eigenen Sammlung liefern.
1998 flog das Netz auf. Überall auf der Welt, darunter auch Deutschland, kam es zu Verhaftungen.
Insgesamt 107 Männer wurden gefasst. Nur 17 der minderjährigen Opfer hat man bisher identifizieren und retten können.
1219 Kinder wurden nicht gefunden. Niemand weiß, wo sie wohnen und ob sie überhaupt noch leben. Mit aller Raffinesse hatten sich die Pädophilien im "Wonderland", das sich nach dem Kinderbuch "Alice im Wunderland" nannte, vor Verfolgern geschützt.
In der Internet-Adresse war zum Beispiel der kleine Buchstabe "o" im "w0nderland" durch die große Zahl "0" ersetzt worden, um zufällige Webkontakte auszuschließen. Wer die Sperren durch Kennworte überwand, stieß auf entsetzliche Beispiele menschlicher Perversion.
Zuweilen wurden die bestialischen Praktiken sogar live ausgestrahlt. Ein
neues Gesetz, das die Höchststrafe für solche Verbrechen auf 10 Jahre schraubt, ist erst seit ein paar Wochen in Kraft und konnte noch nicht angewandt werden.
Unsere Anmerkung: Wo bitte soll das hinführen, wenn ich solche Artikel lese, und direkt daneben steht dieser: "Anna-Virus" hatte kaum eine Chance
Den Haag (dpa). Das mit einem Foto der populären Tennisspielerin Anna Kournikowa getarnte E-Mail-Virus (wir berichteten) hatte wegen der Vorsicht der User kaum eine Chance. Ein 20 Jahre alter Mann aus dem niederländischen Friesland gab unterdessen bei der Polizei an, er habe den Virus entwickelt. Er hatte sich freiwillig gemeldet. Dem Virusentwickler
drohen bis zu vier Jahre Haft.
Ich denke ich spreche jetzt für unser gesamtes Team wenn ich sage: Sieht so die Zukunft aus ???? NEIN DANKE !!!!!!
Quelle WZ (Westdeutsche Zeitung) vom 15.02.2001
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